Passerelle erhält Tübinger Integrationspreis!

Das Projekt Passerelle hat den ersten Platz des Tübinger Integrationspreises 2019 erhalten! Am Freitagabend wurde der Preis bei einer feierlichen Veranstaltung im Tübinger Rathaus durch Oberbürgermeister Boris Palmer übergeben.

Wir freuen uns sehr über diese Anerkennung und sind schon auch ein wenig stolz auf unser Projekt und die vielen, vielen Menschen und Institutionen, die es ermöglicht haben.

Der Tübinger Integrationspreis wird alle zwei bis drei Jahre vergeben (zuletzt 2016) und ist mit 3.500 € dotiert – Geld, das wir in Passerelle gut gebrauchen können: es wird für die Projektfinanzierung, für neue Angebote für Kinder und für die Öffentlichkeitsarbeit verwendet.

Mehr zum Preis und den anderen Preisträgern findet sich hier.

Café Passerelle auf dem Lorettofest

Fürs Lorettofest 2019 waren beim schon traditionellen „Café Passerelle“ wieder viele Unterstützerinnen und -Unterstützer  am Werk und haben kräftig geschafft. Erstmalig haben auch die geflüchteten Frauen aus der Passerelle-Nähwerkstatt Muffins gebacken und ihre genähten Produkte angeboten.

Es war ein schöner, genüsslicher, kommunikativer und erfolgreicher Café Nachmittag. Sehr erfolgreich sogar: 400 Euro wanderten in die Spendenkasse von Passerelle und 60 Euro erlöste die Nähwerkstatt, die davon schon wieder neue Stoffe und frisches Material anschaffen konnte.

Ein herzliches Dankeschön an allen BäckerInnen, HelferInnen, VerkäuferInnen und PhotographInnen!

(Fotos: Gudrun De Maddalena)

 

Sportmobil bei Passerelle

Im Projekt Passerelle kümmern wir uns auch um Gesundheit und Bewegung, für Geflüchtete und alle aus der Nachbarschaft bzw. aus dem Quartier. Als Angebot für Kinder und Jugendliche ist es uns gelungen, das Sportmobil der Württembergischen Sportjugend zu engagieren, am  Montag (26.08.2019) kam es zum Parkplatz am Hechinger Eck.

Auf dem Platz wurden dann viele Spiel-und Sportgeräte aufgebaut, bekannte und weniger bekannte. Kinder und Jugendliche konnten neue Sportarten kennenlernen, Spaß haben und sich austoben. Die Angebote reichten von Badminton bis Volleyball, auch Geschicklichkeitsspiele standen bereit: Jongliergeräte, Pedalos oder eine Slackline.

Für ganz kleine, mittlere und größere Kinder und Jugendliche aus den Häusern für Geflüchtete war das ein willkommenes Angebot – gerade in der sonst eher ereignisarmen Sommerferienzeit.

Nähwerkstatt in Passerelle

Die Nähwerkstätten, die dreimal wöchentlich in Passerelle stattfinden, sind von den geflüchteten Frauen stark nachgefragt. In den ersten Monaten standen private Nähinteressen im Vordergrund, wie Kleidchen oder Hosen für die Kinder und viele Reparaturen. Mittlerweile wurde begonnen, Produkte zu entwickeln und herzustellen, die dann verkauft werden können, zum Beispiel beim Lorettofest oder auf dem Weihnachtsmarkt.

EXIT-Gruppe

Seit Juni findet regelmäßig am Montag- und Donnerstagabend die EXIT-Gruppe im Projekt Passerelle statt. Das Programm wurde in Norwegen in der Arbeit mit traumatisierten Geflüchteten entwickelt und hilft ihnen bei der Lebensbewältigung. Es ist keine Therapie, sondern zeigt mit stabilisierenden Übungen Möglichkeiten auf, wie mit schlimmen Erfahrungen und Erinnerungen umgegangen werden kann. Die Gruppen werden von Elisabeth Yupanqui Werner und Reinhard Winter angeleitet. Meistens kommen zwischen fünf und zehn Personen, um an der Gruppe teilzunehmen.

Manchmal haperts mit der Sprache. Beim 14.  Exit-Treffen gab es deshalb etwas Besonderes: zwei Dolmetscherinnen übersetzten die Informationen, die Elisabeth zum Exit-Ansatz gab, und die Fragen und Anliegen der Teilnehmerinnen. Und danach gab es wie immer Obst, Kekse und Getränke zum Ausklang in der Abendsonne.

Pizza in Passerelle

Mindestens so turbulent wie auf einer italienischen Piazza ging es beim Pizza-Workshop im Passerelle-Gemeinschaftsraum zu. Manuela Martella stammt aus Süditalien und lebt in Reutlingen. Sie erklärte und zeigte genau, wie das Pizzabacken hinhaut. Das wollten sechs Mütter und fünfzehn Kindern auch erfahren.

Nebenbei gab Manuela als Ärztin den Müttern noch Hinweise zur gesunden Herstellung selbst gemachter Pizza, im Gegensatz zu gekaufter Fertigpizza. Die Kinder wollten das allerdings weniger wissen, sie waren mehr am Endprodukt interessiert. Nach zwei Stunden war es dann auch so weit, die ersten Passerelle-Pizzavariationen waren fertig und nach kurzer Zeit gegessen.

 

 

Ausflüge zur Kinder- und Jugendfarm

In Passerelle hat das Ferienprogramm für Kinder und ihre Eltern begonnen.  Dabei haben wir am 29. und am 30. Juli gleich zwei Ausflüge zur Kinder- und Jugendfarm in Derendingen unternommen. Jeweils bis zu 9 Kinder und Jugendliche waren dabei, zum Teil mit ihren Eltern. Ein tolles Erlebnis für alle, Einblicke in die Welt der Jugendfarm zu bekommen, sich dort aufzuhalten, die Tiere zu beschnuppern – alles hat den Kindern und den Erwachsenen Freude bereitet. Vielen Dank an das Team der Kinder- und Jugendfarm in Derendingen, für die Führungen, Einweisungen und für die Betreuung des laufenden Spielbetriebes! Die Besuche sollen Kindern und ihren Eltern Spaß machen, sie aber auch motivieren, die Kinder- und Jugendfarm auch selbstständig und vielleicht regelmäßiger zu besuchen: Passerelle schafft Übergänge.

(Hinweis: Ein Blick in den Hühnerstall, Fotos von Kindern sind auf der Jugendfarm unerwünscht)