Neuer Anlauf mit Bewährtem

Nach der Corona-Vollbremsung geht es bei Passerelle mittlerweile wieder munter weiter. Wir haben das Konzept auf Körperabstand eingestellt. Alle Angebote, die in Gruppen stattfinden, sind zwar nicht möglich. Aber wir halten den Betrieb auf verschiedenen Ebenen mit Einzel-, höchstens mit Doppelbetreuungen aufrecht: In den Näh- und Holzwerkstätten, in der Hausaufgabenbetreuung und bei der Traumaarbeit.

Fast schon schwäbisch fleißig geht es im Passerelle-Gemeinschaftsgarten zu.   Die Stückle und Gärtle sind alle vergeben, hier wird alles mögliche tatkräftig angebaut, eingesät, gepflegt und gegossen. Zum Glück haben unsere Familien den Garten, denn hier ist der Abstand zu anderen kein Problem, es gibt was zu tun und der Erfolg lässt sich auch schnell sehen.

Corona-Pause bei Passerelle

Auch das Projekt Passerelle ist vom Coronavirus betroffen. In einer Krisensitzung hat das Team heute beraten, was zu tun ist. Die meisten Angebote im Projekt können nicht stattfinden und werden deshalb bis nach Ostern ausgesetzt. Auch die Exit-Exkursion in den Botanischen Garten muss verschoben werden. Nur weniges – z. B. Beratungen (mit Abstand) oder die eine oder andere Einzelbetreuung in der Werkstatt –   können wir weiter anbieten.

Damit die Ängste nicht zu groß werden konzentrieren wir uns darauf, die geflüchteten Familien zu informieren, soweit möglich in den Muttersprachen. Und dann hoffen wir, dass es nach den Osterferien wieder richtig losgehen kann, zum Beispiel mit dem Gärtnern: der Gemeinschaftsgarten, die Pflanztröge auf dem Dach und im Innenhof warten schon darauf, dass sich ihnen wieder Kinder und Erwachsene zuwenden und alles neu beackern und bepflanzen.

Offene Werkstatt am Mittwochabend

Die Werkstatt im Projekt Passerelle öffnet die Türen: Alle sind willkommen in der gut ausgestatteten (Holz)Werkstatt, um Dinge zu reparieren oder neue Ideen zu entwickeln und umzusetzen. In der Werkstatt sind gängige Handwerkzeuge und -maschinen, Tischkreissäge, Ständerbohrmaschine, Abricht- & Dickenhobel vorhanden. Neben dem offen zugänglichen Werkraum, soll jedoch auch Platz zum treffen, fachsimpeln und austauschen entstehen.

Die Nutzung der offenen Werkstatt basiert auf Spenden. Damit Maschinen und Werkzeuge gepflegt und Kleinteile (Schrauben, Nägel etc.) nachgekauft werden können. Material (z.B. Platten oder Bretter) muss mitgebracht werden. Die Nutzung der Maschinen erfordert nachweisbare Vorkenntnisse oder die Teilnahme an einer Einweisung. Andernfalls kann bei entsprechenden Arbeitsschritten Hilfe von den Mitarbeiter_innen erhalten werden.

Und wann ist die Werkstatt offen? Jeden zweiten Mittwoch (in den geraden Kalenderwochen) von 16.30 bis 19.30 Uhr. Die Termine 2020: 5.2./19.2./4.3./18.3./1.4./15.4./29.4./13.5./27.5./10.6./24.6./8.7./22.7./5.8./19.8./2.9./16.9./30.9./14.10./28.10./11.11./25.11./9.12./23.12.

Die Werkstatt ist im Erdgeschoss im Projekt Passerelle (Hechingerstraße 90 in Tübingen, Ecke Hechinger-/Heinlenstraße)

Passerelle schafft schon im zweiten Projektjahr

Das erste Projektjahr haben wir abgeschlossen und das zweite hat jetzt angefangen! An manchen Stellen gibt es schon fast so etwas wie Routine, andererseits gibt es täglich auch Neues zu tun und zu bewältigen.

Nach der Winterpause wird seit Mitte Januar in den Passerelle-Werkstätten wieder fleißig geschafft: In der Nähwerkstatt wurden zwei neue Produkte entwickelt, nachhaltige Dekofähnchen-Schnüre (z. B. für Kindergeburtstage) und Stoff-Organizer-Körbchen (mehr dazu auch auf der Instagram-Seite passerelle-tuebingen).

In der Keramikwerkstatt gibt es auch was Neues, hier wurden zum ersten Mal die von Kindern geformten Tonsachen gebrannt.

Und in der Holzwerkstatt gab es einen Personalwechsel, nachdem Julia in den Mutterschutz ging; dort schafft jetzt Beate (mit 50%, aber mit voller Kraft). Und auch hier wird mit neuen Produkten das Holz und die Materialien verschafft, das wir dank der Spenden einkaufen konnten. Nach wie vor und rundrum gilt: Passerelle schafft! Auch im zweiten Projektjahr.

Weihnachtsmarkt

Seit dem Herbst wurde in den Näh- und Holzwerkstätten für den Weihnachtsmarkt produziert, im Dezember mithilfe von vielen Freiwilligen nochmal intensiver. Die Ergebnisse  wurden jetzt auf dem Tübinger Weihnachtsmarkt verkauft: Schürzen und Täschchen, Tabletts und Garderoben, Hänge-Organizer, Wachstücher und Kerzenständer – eine große Produktpalette, die sich sehen lassen konnte.

Am Stand herrschte oft dichtes Gedränge, viele Marktbesucherinnen und -besucher waren interessiert und griffen zu. Danke an die vielen Freiwilligen, die beim Verkauf geholfen haben und ans Team, das alles perfekt organisiert hatte!

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