Das Gebäude und das Drumrum

Für die Architektur des Hauses Passerelle zeichnen Ackermann + Raff, die Projektsteuerung hat Claudia Jung übernommen. Garten und Freiflächen wurden von Susanna Hirzler vom werkbüro freiraum + landschaft geplant. Das spätere, soziale Projekt Passerelle wurde von Anfang an ins Haus mit eingeplant: Es gibt Projekt- und Werkstatträume für alltagsstrukturierende Aktivitäten, Handwerk, Praktika, Hobby, Freizeitgestaltung (und später vielleicht auch mit der Möglichkeit zur Kleinstgewerbegründung).

Gemeinsam mit zwei weiteren Gebäuden für geflüchtete Menschen in der unmittelbaren Nachbarschaft wurde ein Nutzgarten angelegt, dieser Gemeinschaftsgarten wird von den Bewohnenden bepflanzt und betreut: als Freizeitgestaltung, zur Selbstversorgung und als handlungsorientiertes Tätigkeitsangebot. Mit dem Garten wird das Verwurzeln auch symbolisch markiert.

Im Projekt Passerelle und durch es werden persönliche und institutionelle Kontakte ins Quartier geknüpft, Ehrenamtliche aus dem Stadtteil sind aktiv einbezogen, sie werden moderiert und angeleitet werden. Die sozialen Herausforderungen der Inklusion werden damit angenommen und durch ein  „Sozialmanagement“ lösungsorientiert begleitet.

Das Projekt Passerelle kooperiert von Anfang an – also bereits in der Konzeptionsphase – mit zahlreichen Organisationen und Institutionen im Quartier und in der Stadt Tübingen: mit der Kirchengemeinde St. Michael, dem Asylzentrum, Lorettina e.V., Arbeitskreis Asyl Südstadt, Refugio Psychosoziales Zentrum für traumatisierte Flüchtlinge e.V und mit der Stabsstelle Gleichstellung und Integration der Stadt Tübingen.